Loading...
FAQ2024-06-23T14:39:24+02:00
Was ist der Unterschied zwischen einer Energiegemeinschaft (EG), einem ‘Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)’ und einer ‘Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)’?2024-06-24T18:50:19+02:00

EG ist ein Überbegriff für lokale Energie-Kooperation. ZEV (Art. 17d StromVG) und LEG (Art. 17 EnG) sind gesetzlich definierte Kooperationsmöglichkeiten. Eine EG kann eine LEG, wie auch verschiedene ZEVs, beinhalten. Unabhängig der Begriffe steht die Steigerung des Eigenverbrauchs im Fokus (dessen Basis auch gesetzlich definiert ist, Art. 16 EnG). Grundsätzlich ist eine EG nicht auf Strom limitiert – je nach lokalen Gegebenheiten, kann sie auch Wärme Bestandteil sein.

Geht es bei einer Energiegemeinschaft nur um Solar?2024-06-24T18:55:07+02:00

Nein. Eine EG kann alle Formen von erneuerbarer Energie beinhalten. Praktisch betrachtet spielt jedoch dezentrale Photovoltaik die mit Abstand wichtigste Rolle. Sie kann rasch, auf existierender Infrastruktur, i.e.L. Dächer umgesetzt werden. Je nach lokaler Gegebenheit kann und soll auch Wind, Wasser, Biomasse, oder auch andere Erzeugungstechnologie integriert werden.

Quelle: GIS.admin.ch/2024

 

Wie werden in einer EG Kosten gespart?2024-06-24T21:26:30+02:00

Der Kern der Kosteneinsparung ist die Optimierung des Eigenverbrauchs über die gesamte Gemeinschaft. Das setzt sich primär zusammen aus Verteilung der Produktion, intelligente Speicherung, Last-Management, und Ein- und Verkauf all jener Energie, die von der EG noch zu- oder verkauft wird.. Eigenverbrauchsoptimierung wird unter Anwendung neuester, digitaler Technologien erzielt (inkl. künstlicher Intelligenz). Der Kostenvorteil resultiert daraus, dass die Gestehungskosten und die Netzkosten der lokal produzierten und verteilten Energie tiefer sind als jene die von ausserhalb kommt. In der Bauphase entstehen zusätzliche Kostenersparnisse durch bessere Konditionen bei Material und Installation (grosse Projektvolumen, professionelles Management). Letztlich ergeben sich auch Kostenvorteile durch die Bündelung beim Ein- und Verkauf von Energie (inkl. mittels spezifisch-verhandelten Abnahme- und Lieferverträgen, sog. PPAs).

Wieso macht es ökonomisch und Netzwerk-technisch Sinn, lokal Strom zu produzieren und zu verbrauchen?2024-06-24T18:57:51+02:00

Heute sind die Gestehungskosten vieler erneuerbarer Energien günstiger als Strom oder Wärme vom Netz. Das hat einerseits mit den tiefen Investitionskosten, insb. bez. PV Anlagen, zu tun – und hängt andererseits von der Nutzung des Stromnetzes ab. Wird z.B. Strom auf dem eigenen Dach produziert und im Keller durch die Wärmepumpe konsumiert, so findet keinerlei Nutzung, sprich keinerlei Belastung des öffentlichen Stromnetzes statt. Einzig die eigene Stromleitung, die vom Dach in den Keller führt, wird dafür benötigt. Kommt, andererseits, der Strom für die Wärmepumpe von einem entfernt gelegenen Wasser- oder Kernkraftwerk, so nimmt dieser Leitungen, Masten, Transformatoren etc. auf verschiedenen Netzebenen in Anspruch, bis er in denselben Keller gelangt. Die dafür nötige Infrastruktur kostet und wird bei herkömmlichem Strombezug mit der Abgabe für Netznutzung dem Konsumenten in Rechnung gestellt. Wird der Strom vom Dach zwar nicht im eigenen Keller, sondern im Keller des gegenüberliegenden Hauses konsumiert, so wird zwar das öffentliche Stromnetz in Anspruch genommen, aber nur auf den untersten Netzebenen, also nur minimal. Obschon die heutigen Tarifstrukturen für Netzstrom diese Logik noch nicht vollständig reflektieren, beinhalten die neuen ZEV und LEG Regulationen die ersten Schritte in diese, richtige Richtung.

Wieso ist es grundsätzlich von Vorteil, wenn eine EG möglichst viele Private- und Firmen-Teilnehmer beinhaltet?2024-06-22T18:15:21+02:00

Um den Eigenverbrauch auf lokaler Ebene am besten zu optimieren ist es wichtig, möglichst viele und möglichst unterschiedliche Lastprofile einzuschliessen. Steht für Eigenverbrauch nur ein Haushalt zur Verfügung, so kann der Strom nur für ein Lastprofil gebraucht werden (das heisst nur für den Gebrauch der Bewohner). Da jeder Haushalt unterschiedlich lebt (z.B. etwas früher oder später aufsteht, am Morgen oder am Abend duscht), bringt schon der Zusammenschluss verschiedener Haushalte eine besser Aussangslage. Reicht die eigene Produktion eines Haushalts gerade nicht aus (z.B. weil die Wärmepumpe, Ladestation und der Kochherd gleichzeitig laufen), so kann die Produktion eines benachbarten Haushalts verbraucht werden (dessen Bewohner z.B. noch nicht zu hause sind). Werden nun auch Firmen integriert, so verbessert sich die Situation weiter. Firmen haben ganz andere Lastprofile wie Haushalte. Firmen brauchen hauptsächlich tagsüber Strom, während Haushalte am Morgen und am Abend am meisten davon konsumieren. Der Strom, der auf dem Dach eines Einfamilienhauses produziert wird, kann so tagsüber an eine Firma beliefert werden (und steht nicht nur für die Hauseigene Batterie zur Verfügung).

Wieso sind viele Dächer derzeit nur zur Hälfte mit PV belegt?2024-06-22T15:18:12+02:00

Das ist eine gute Frage und hat direkt mit dem Eigenverbrauch zu tun. Eine individuelle PV Anlage lohnt sich finanziell, in erster Linie, wird der damit produzierte Strom selber verbraucht. Batterien und Energie Management Systeme werden erst vereinzelt mit-installiert. Die produzierte Leistung ist verhältnismässig klein und erlaubt daher nicht den Abschluss von Abnahmeverträgen – überschüssiger Strom kann daher nur eingespiesen werden. Die Raten dafür sind oft nicht besonders attraktiv und können sich zudem von Jahr zu Jahr verändern. Aus Kosten und Risiko-Überlegungen werden Anlagen daher einzig auf den zeitgleichen Eigenbedarf dimensioniert, was oft nicht die eigentlich zur Verfügung stehende Dachfläche füllt. Dazu kommt, dass vor noch nicht allzu langer Zeit PV-Paneele noch bedeutend teurer waren, sprich eine grössere Anlage bedeutend teurer war. Mit den heutigen Preisen für Paneele und andere Hardware machen diese einen verhältnismässig kleinen Teil der Gesamtkosten einer Anlage aus. Verschiedene Kosten fallen unabhängig von der Grösse einer Anlage an (Planung, Förderanträge beantragen, Baugerüst-Erstellung, Abnahme, etc), wird immer öfter die ganze Dachfläche für Produktion genutzt. Kann durch eine EG der lokal produzierte Strom zu attraktiven und stabilen Preisen lokal verkauft werden, macht eine volle Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Dachfläche noch mehr Sinn.

Was ist der Unterschied zwischen einer Energiegemeinschaft (EG), einem ‘Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV)’ und einer ‘Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG)’?2024-06-24T18:50:19+02:00

EG ist ein Überbegriff für lokale Energie-Kooperation. ZEV (Art. 17d StromVG) und LEG (Art. 17 EnG) sind gesetzlich definierte Kooperationsmöglichkeiten. Eine EG kann eine LEG, wie auch verschiedene ZEVs, beinhalten. Unabhängig der Begriffe steht die Steigerung des Eigenverbrauchs im Fokus (dessen Basis auch gesetzlich definiert ist, Art. 16 EnG). Grundsätzlich ist eine EG nicht auf Strom limitiert – je nach lokalen Gegebenheiten, kann sie auch Wärme Bestandteil sein.

Geht es bei einer Energiegemeinschaft nur um Solar?2024-06-24T18:55:07+02:00

Nein. Eine EG kann alle Formen von erneuerbarer Energie beinhalten. Praktisch betrachtet spielt jedoch dezentrale Photovoltaik die mit Abstand wichtigste Rolle. Sie kann rasch, auf existierender Infrastruktur, i.e.L. Dächer umgesetzt werden. Je nach lokaler Gegebenheit kann und soll auch Wind, Wasser, Biomasse, oder auch andere Erzeugungstechnologie integriert werden.

Quelle: GIS.admin.ch/2024

 

Wie werden in einer EG Kosten gespart?2024-06-24T21:26:30+02:00

Der Kern der Kosteneinsparung ist die Optimierung des Eigenverbrauchs über die gesamte Gemeinschaft. Das setzt sich primär zusammen aus Verteilung der Produktion, intelligente Speicherung, Last-Management, und Ein- und Verkauf all jener Energie, die von der EG noch zu- oder verkauft wird.. Eigenverbrauchsoptimierung wird unter Anwendung neuester, digitaler Technologien erzielt (inkl. künstlicher Intelligenz). Der Kostenvorteil resultiert daraus, dass die Gestehungskosten und die Netzkosten der lokal produzierten und verteilten Energie tiefer sind als jene die von ausserhalb kommt. In der Bauphase entstehen zusätzliche Kostenersparnisse durch bessere Konditionen bei Material und Installation (grosse Projektvolumen, professionelles Management). Letztlich ergeben sich auch Kostenvorteile durch die Bündelung beim Ein- und Verkauf von Energie (inkl. mittels spezifisch-verhandelten Abnahme- und Lieferverträgen, sog. PPAs).

Wieso macht es ökonomisch und Netzwerk-technisch Sinn, lokal Strom zu produzieren und zu verbrauchen?2024-06-24T18:57:51+02:00

Heute sind die Gestehungskosten vieler erneuerbarer Energien günstiger als Strom oder Wärme vom Netz. Das hat einerseits mit den tiefen Investitionskosten, insb. bez. PV Anlagen, zu tun – und hängt andererseits von der Nutzung des Stromnetzes ab. Wird z.B. Strom auf dem eigenen Dach produziert und im Keller durch die Wärmepumpe konsumiert, so findet keinerlei Nutzung, sprich keinerlei Belastung des öffentlichen Stromnetzes statt. Einzig die eigene Stromleitung, die vom Dach in den Keller führt, wird dafür benötigt. Kommt, andererseits, der Strom für die Wärmepumpe von einem entfernt gelegenen Wasser- oder Kernkraftwerk, so nimmt dieser Leitungen, Masten, Transformatoren etc. auf verschiedenen Netzebenen in Anspruch, bis er in denselben Keller gelangt. Die dafür nötige Infrastruktur kostet und wird bei herkömmlichem Strombezug mit der Abgabe für Netznutzung dem Konsumenten in Rechnung gestellt. Wird der Strom vom Dach zwar nicht im eigenen Keller, sondern im Keller des gegenüberliegenden Hauses konsumiert, so wird zwar das öffentliche Stromnetz in Anspruch genommen, aber nur auf den untersten Netzebenen, also nur minimal. Obschon die heutigen Tarifstrukturen für Netzstrom diese Logik noch nicht vollständig reflektieren, beinhalten die neuen ZEV und LEG Regulationen die ersten Schritte in diese, richtige Richtung.

Wieso ist es grundsätzlich von Vorteil, wenn eine EG möglichst viele Private- und Firmen-Teilnehmer beinhaltet?2024-06-22T18:15:21+02:00

Um den Eigenverbrauch auf lokaler Ebene am besten zu optimieren ist es wichtig, möglichst viele und möglichst unterschiedliche Lastprofile einzuschliessen. Steht für Eigenverbrauch nur ein Haushalt zur Verfügung, so kann der Strom nur für ein Lastprofil gebraucht werden (das heisst nur für den Gebrauch der Bewohner). Da jeder Haushalt unterschiedlich lebt (z.B. etwas früher oder später aufsteht, am Morgen oder am Abend duscht), bringt schon der Zusammenschluss verschiedener Haushalte eine besser Aussangslage. Reicht die eigene Produktion eines Haushalts gerade nicht aus (z.B. weil die Wärmepumpe, Ladestation und der Kochherd gleichzeitig laufen), so kann die Produktion eines benachbarten Haushalts verbraucht werden (dessen Bewohner z.B. noch nicht zu hause sind). Werden nun auch Firmen integriert, so verbessert sich die Situation weiter. Firmen haben ganz andere Lastprofile wie Haushalte. Firmen brauchen hauptsächlich tagsüber Strom, während Haushalte am Morgen und am Abend am meisten davon konsumieren. Der Strom, der auf dem Dach eines Einfamilienhauses produziert wird, kann so tagsüber an eine Firma beliefert werden (und steht nicht nur für die Hauseigene Batterie zur Verfügung).

Wieso sind viele Dächer derzeit nur zur Hälfte mit PV belegt?2024-06-22T15:18:12+02:00

Das ist eine gute Frage und hat direkt mit dem Eigenverbrauch zu tun. Eine individuelle PV Anlage lohnt sich finanziell, in erster Linie, wird der damit produzierte Strom selber verbraucht. Batterien und Energie Management Systeme werden erst vereinzelt mit-installiert. Die produzierte Leistung ist verhältnismässig klein und erlaubt daher nicht den Abschluss von Abnahmeverträgen – überschüssiger Strom kann daher nur eingespiesen werden. Die Raten dafür sind oft nicht besonders attraktiv und können sich zudem von Jahr zu Jahr verändern. Aus Kosten und Risiko-Überlegungen werden Anlagen daher einzig auf den zeitgleichen Eigenbedarf dimensioniert, was oft nicht die eigentlich zur Verfügung stehende Dachfläche füllt. Dazu kommt, dass vor noch nicht allzu langer Zeit PV-Paneele noch bedeutend teurer waren, sprich eine grössere Anlage bedeutend teurer war. Mit den heutigen Preisen für Paneele und andere Hardware machen diese einen verhältnismässig kleinen Teil der Gesamtkosten einer Anlage aus. Verschiedene Kosten fallen unabhängig von der Grösse einer Anlage an (Planung, Förderanträge beantragen, Baugerüst-Erstellung, Abnahme, etc), wird immer öfter die ganze Dachfläche für Produktion genutzt. Kann durch eine EG der lokal produzierte Strom zu attraktiven und stabilen Preisen lokal verkauft werden, macht eine volle Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden Dachfläche noch mehr Sinn.

Go to Top